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Google-Insider warnt: So schützen Sie sich vor den versteckten Risiken von ChatGPT & Co.

In einer Zeit, in der KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude zu unseren täglichen Begleitern werden, klingt eine Warnung aus dem Inneren eines Tech-Giganten besonders alarmierend.

Harsh Varshney, Software-Entwickler im KI-Sicherheitsteam von Google Chrome, hat kürzlich in einem Interview mit t3n (berichtet u. a. von Business Punk) vor den Risiken gewarnt, die entstehen, wenn wir KI-Chatbots zu sehr vertrauen.

Varshney nutzt selbst intensiv KI für Recherche und Programmierung – doch genau diese Nähe birgt Gefahren. „Manchmal kann ein falsches Gefühl der Vertrautheit mit KI dazu führen, dass Menschen online Informationen weitergeben, die sie sonst niemals preisgeben würden", so der Experte.

Das Problem: Viele öffentliche Chatbots speichern Gespräche und nutzen sie standardmäßig zum Training neuer Modelle. Eine Studie des Stanford Institute for Human-Centered AI bestätigt: Alle großen Anbieter verwenden Nutzerdaten zur Modellverbesserung, manche sogar unbegrenzt.

Wann wird KI zum Sicherheitsrisiko?

Das Risiko entsteht vor allem, wenn persönlich identifizierbare Informationen (PII) geteilt werden – etwa Adressen, Kreditkartendaten, medizinische Details oder Geschäftsgeheimnisse. Diese Daten könnten durch sogenannte „Trainingslecks" in Antworten an andere Nutzer gelangen. Varshney selbst erlebte das: Ein Gemini-Chatbot kannte plötzlich seine Adresse aus einer zuvor geteilten E-Mail.

Besonders betroffen sind jüngere Nutzer, die emotionale Bindungen aufbauen. In Großbritannien können sich 32 % der 11- bis 15-Jährigen eine Freundschaft mit KI vorstellen. Varshney vergleicht den Umgang mit Chatbots mit einem „Gespräch in einem überfüllten Café" – alles kann belauscht werden.

Praktische Tipps: Die „Postkarten-Regel" und mehr

Varshney empfiehlt die Postkarten-Regel: Teilen Sie nur Informationen, die Sie auch auf einer offenen Postkarte schreiben würden.

Weitere Empfehlungen:

* Für Unternehmen: Nutzen Sie Enterprise-Versionen (z. B. ChatGPT Enterprise oder Google Gemini for Workspace), bei denen Daten nicht zum Training verwendet werden.

* Digitale Hygiene:

* Deaktivieren Sie in den Einstellungen die Option „Gespräche zum Modell-Training nutzen".

* Löschen Sie regelmäßig Chatverläufe.

* Verwenden Sie temporäre oder Inkognito-Modi für sensible Anfragen.

* Vermeiden Sie das Teilen sensibler Informationen – egal wie hilfreich die KI wirkt.

Varshneys Motto: „Nicht was technisch möglich ist, sondern was du bereit bist zu verlieren, sollte deine KI-Nutzung bestimmen."


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Quelle: Business Punk, 15. Dezember 2025 – basierend auf dem Interview mit Harsh Varshney.

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